Küchenzauber mit Sebastian Copien 5/5 (3)

Veganer Kochkurs mit Sebastian Copien
Hereinspaziert!

Wenn ihr meinem Blog schon etwas länger folgt, dann wisst ihr, dass ich ein großer Fan von Sebastian Copien bin. Seine Rezepte gehören für mich in die absolute Oberliga des veganen Kochens. Wie er unterschiedliche Geschmackskomponenten miteinander verbindet, ist einfach unglaublich – vor allem unglaublich lecker.

Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass ich total aus dem Häuschen war, als ich zu Weihnachten einen Kochkurs bei ihm in München geschenkt bekommen habe. Am 5. März war es dann soweit, pünktlich um 10 Uhr stand ich bereit für das „vegane Kochseminar inklusive Kochkurs“. Der etwas trockene Titel der Veranstaltung stand im Gegensatz zu dem rundum gelungenen Tag voller Kochaktion, intuitivem Zaubern mit Zutaten und einer Menge guter Infos rund um die vegane Ernährung.

Mit insgesamt neun anderen Teilnehmern starteten wir den Tag mit einem frischen grünen Smoothie und ich hatte dabei direkt mein erstes „AHA“-Erlebnis. Fenchel im Smoothie ist eine hervorragende Idee! Mit ein paar Infos rund um die perfekte Zusammensetzung eines Smoothies (je mehr Gemüse desto besser) erklärte uns Sebastian nun, was uns im Laufe des Tages erwarten sollte: Ein bisschen Theorie und ganz viel Praxis, bestehend aus vietnamesischen Reispfannkuchen, Rote Beete Risotto und Kürbiseis.

Meine wichtigste Erkenntnis aus dem Theorieteil: Kombiniert unterschiedliche Geschmacksrichtungen miteinander. Ein Gericht, was euch umhauen soll, muss alle Geschmacksknospen ansprechen. Süß, sauer, salzig, bitter, scharf und umami (also sowas wie herzhaft, würzig). Zudem sollte ein ausgewogenes Essen nicht flach sein. Ihr findet Suppe zu langweilig? Dann probiert es mal mit unterschiedlichen Einlagen und einem crunchy Topping. Das Risotto ist lecker, aber irgendwie öde? Dann verfeinert es mit Salat, gegrilltem Gemüse und Kräuterbröseln. Im besten Fall habt ihr fünf unterschiedliche Komponenten auf dem Teller, so ist das Essen auch  bis zum letzten Bissen ein Erlebnis.

Von der Theorie zur Praxis

Veganer Kochkurs mit Sebastian Copien
Wir stapeln Pfannkuchen

Nach dem anschaulichen und interaktiven Theorieteil ging es dann für uns in die Küche, schließlich soll das Gelernte auch richtig umgesetzt werden. Wir starteten mit „Banh Xeo“einem vietnamesischen Reispfannkuchen. In kleine Gruppen eingeteilt machte sich jeder an einen anderen Teil der Vorspeise. Der Teig, auf Basis von Reismehl und Kokosmilch, wurde in der einen Ecke zubereitet, das Gemüse für die Füllung in der anderen. Ich kümmerte mich um die Soße zum Dippen. Und am Herd wurde Tofu knusprig angebraten. Bei der Zubereitung wurde bereits klar: das kann nur lecker werden. Nach einigem „Pfannkuchen in die Luft werfen“ und Messerakrobatik war unser erster Gang auch schon fertig.

Veganer Kochkurs mit Sebastian Copien
Tofu ordentlich anrösten

Im Detail sah dies so aus: Ein schmackhafter, leicht süßlicher Reispfannkuchen gefüllt mit Chinakohl, Karotten, Paprika, Eisbergsalat und Kimchi, getoppt mit Avocado und knusprigemTofu. Darüber wurde noch eine Handvoll frischer Kräuter gestreut und das Ganze wurde in eine süß-scharfe Soße aus Sojasoße, Ahornsirup und diversen Gewürzen gedippt. Ich kann euch sagen: mein persönliches Highlight.

Veganer Kochkurs mit Sebastian Copien
Pfannkuchen-Straße
Veganer Kochkurs mit Sebastian Copien
Banh Xeo – sooo lecker
Veganer Kochkurs mit Sebastian Copien
Vietnamesischer Reispfannkuchen

Anschließend machten wir uns an den Nachtisch, denn dieser musste noch schnell in die Eismaschine: Ein Kürbiskerneis auf Kürbiskokoscreme mit Apfel-Ingwerrösti und Hafer-Schokopralinen. Der Mixer und die Eismaschine nahmen uns hier einen guten Teil der Arbeit ab. In einem Topf schmorten Äpfel und Ingwer duftend vor sich hin und ein paar fleißige Teilnehmer rollten die Schokopralinen. Um unseren Nachtisch zu testen, mussten wir aber noch etwas warten, denn jetzt stand erstmal das Rote Beete Risotto im Fokus.

Veganer Kochkurs mit Sebastian Copien
Es wird gewürfelt…
Veganer Kochkurs mit Sebastian Copien
…und gestiftelt

Veganes Risotto ohne Butter und Parmesan, geht das überhaupt? Und ob das geht. Und ich muss ehrlich gestehen, einen Unterschied zu einem klassischen Risotto konnte ich nicht herausschmecken. Das Geheimnis ist Kakaobutter und wirklich ziemlich viel Olivenöl (man munkelt eine ganze Flasche Olivenöl sei im Risotto verschwunden).

Veganer Kochkurs mit Sebastian Copien
Unser Topping für das Risotto

Da Risotto allein aber kein ausgewogenes Gericht ausmacht, gab es für uns noch einiges zu tun. Kräuterseitlinge wurden eingeritzt und angebraten. Karotten wurden geviertelt und im Ofen geröstet. Rucola und Radicchio wurden miteinander vermischt und mariniert. Damit aber nicht genug: Eine Mandelsahne-Meerrettich-Soße wurde angerührt und aus Semmelbröseln, Pinienkernen, Kräutern und einer Menge Knoblauch wurde ein Knusper-Topping hergestellt.

Veganer Kochkurs mit Sebastian Copien
Präsentation ist alles…
Veganer Kochkurs mit Sebastian Copien
Dampfende Köstlichkeit

Wenn ihr mitgezählt habt, sind wir hier sogar bei sechs einzelnen Komponenten und nicht wie bei den im Intro erwähnten fünf. Ich sage euch: ein Geschmacksknaller.

Veganer Kochkurs mit Sebastian Copien
Rote Bete Risotto mit 5 Köstlichkeiten

Das Ganze muss nun natürlich auch noch zusammengebracht werden. Also: Rote Beete Risotto auf den Teller und eine Handvoll Rucola-Radicchio-Salat drauf verteilen. Gebratene Kräuterseitlinge und geschmorte Karotten hinzugeben. Meerrettich-Soße darüber geben und mit den Bröseln bestreuen. Optisch und geschmacklich ein Traum.

Veganer Kochkurs mit Sebastian Copien
Unser Hauptgang deluxe

Der Hauptgang war verputzt und aus der Küche hörten wir schon das schwere Arbeiten der Eismaschine. Dem krönenden Abschluss stand also nichts mehr im Wege. Kürbiskoskoscreme auf den Teller geben, Apfel-Ingwerrösti daneben anrichten und jeweils eine Praline dazu geben. Das Kürbiskerneis portionieren und mit veganen, weißen Schokoladenraspeln bestreuen. Vegan heaven – ich sag es euch.

Veganer Kochkurs mit Sebastian Copien
Pralinen rollen für Fortgeschrittene
Veganer Kochkurs mit Sebastian Copien
Nachtisch in der Mache
Veganer Kochkurs mit Sebastian Copien
Kürbiskerneis mit Kürbiscreme, Apfel-Ingwer-Röster und Praline

Kochen mit Sebastian Copien – mein Fazit

Die etwas über sechs Stunden Kochkurs sind wie im Flug vergangen. Ich habe unglaublich viel gelernt und bin total begeistert von der Leidenschaft, die Sebastian Copien für Lebensmittel und deren Zubereitung hat. Was mir besonders gut gefallen hat: Kochen muss nicht dogmatisch sein. Euch fehlt eine Zutat aus dem Rezept, dann ersetzt diese einfach, ihr mögt etwas nicht, dann tauscht es aus. Lasst eurer Intuition freien Lauf und probiert einfach mal was aus. Kochen macht Spaß und mit Sebastian Copien macht es noch mehr Spaß.

Wenn ihr also das nächste Mal in München seid oder dort wohnt, dann lasst euch einen Copien-Kochkurs nicht entgehen. Die Termine für die Kurse gibt es hier.

Und wenn ihr mein Copien-Lieblingsrezept nachkochen wollte, dann klickt hier. Das Rote-Beete-Sandwich ist der Hammer.

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